Wir verstehen diese Tour als einen Rahmen, in dem vielfältige Aktionen im Zusammenhang mit dem “Großkampftag” der Nazis stattfinden können. Es geht uns darum, eine Plattform zu schaffen, welche antifaschistische Aktionen gegen die Aufmärsche und die regionalen Nazi-Aktivisten koordiniert, für sie wirbt und über sie berichtet. Eine solche Plattform soll auch die Möglichkeit bieten, dass Menschen, denen Antifaschismus ein Anliegen ist, sich an Aktivitäten anderer Gruppen beteiligen oder selbst welche in einen gemeinsamen Zusammenhang stellen.
Zieleinlauf 16.09.06: Die Naziaufmärsche in Gütersloh, Bielefeld und Minden verhindern!
Für den 16. September 2006 haben Neonazis einen “Großkampftag für Ostwestfalen” angekündigt. Die Nazis wollen an diesem Tag ihre diskriminierenden und NS-verherrlichenden Parolen in gleich drei Städten verbreiten. Mit den Aufmärschen in Minden, Bielefeld und Gütersloh wollen sie neue Anhänger gewinnen, den Zusammenhalt unter den aktiven Nazis stärken und durch sozialdemagogische Phrasen, wie z.B. dem Motto der Aufmärsche ” Gegen Sozialabbau und Rentenklau, für einen nationalen Sozialismus” sich gesellschaftlich etablieren.
Dies kann auf keinen Fall hingenommen werden! Wir wollen gegen den erstarkenden Neonazismus, gegen die immer brutaleren Angriffe von Nazis, gegen ihr immer dreisteres Auftreten in der Öffentlichkeit und gegen die Verankerung von Teilen ihrer Ideologie in immer breiteren Kreisen der Gesellschaft etwas tun.
Wir finden es richtig die Aufmärsche der Nazis zu ver- oder zumindest zu behindern, denken jedoch, dass wir nicht beim Reagieren auf Naziprovokationen stehen bleiben sollten, sondern wieder verstärkt anfangen müssen selber zu Agieren. Denn die Bedrohung die von den Nazis ausgeht ist täglich vorhanden und ihre menschenverachtenden Anschauungen finden auch ausserhalb von Aufmärschen ihre Anhänger. Darum darf sich die antifaschistische Arbeit auch nicht auf die kurzfristige Mobilisierung zu solchen Ereignissen beschränken, sondern muss permanent Strukturen und Denkmuster, die sich auf sexistische, rassistische und antisemitische Einstellungen beziehen, offenlegen und angreifen. Und das betrifft nicht nur die Nazis, die nur sehr offensichtliche und überaus bedrohliche Protagonisten sind, sondern durchaus alle Teile der Gesellschaft, die mehr und mehr viele dieser diskriminierenden Vorstellungen verinnerlicht. Aber gerade weil die Nazis für viele Menschen eine direkte Gefahr sind, be- deutet dies auch sie direkt anzugehen und sie daran zu hindern, dass sie an Tagen wie dem 16.09.06 ihre faschistischen Parolen auf die Straße tragen. Aus diesen Überlegungen finden wir es wichtig, die Menschen im Vorfeld der Aufmärsche über das Handeln der Nazis und über deren konkrete Strukturen und Personen aufzuklären. Dadurch wollen wir die Nazis in ihrer Ruhe stören, die sie leider viel zu oft haben und sie aus ihrer oftmals vorhandenen Anonymität ziehen, um sie so daran zu hindern ungestört ihre brutalen Aktionen und ihre Organisierung vorzubereiten. Aber es soll auch darum gehen, die gesellschaftliche Basis der Rechtsentwicklung zu thematisieren und sich dieser entgegenzustellen.
Aus diesem Grunde rufen wir die Tour d‘ Antifa aus. Wir verstehen diese Tour als einen Rahmen, in dem vielfältige Aktionen im Zusammenhang mit dem “Großkampftag” der Nazis stattfinden können. Es geht uns darum, eine Plattform zu schaffen, welche antifaschistische Aktionen gegen die Aufmärsche und die regionalen Nazi-Aktivisten koordiniert, für sie wirbt und über sie berichtet. Eine solche Plattform soll auch die Möglichkeit bieten, dass Menschen, denen Antifaschismus ein Anliegen ist, sich an Aktivitäten anderer Gruppen beteiligen oder selbst welche in einen gemeinsamen Zusammenhang stellen.
Zieleinlauf 16.09.06:
Die Naziaufmärsche in Gütersloh, Bielefeld und Minden verhindern!





