Neonazis aus dem Spektrum der sog. Freien Kameradschaften, namentlich das Aktionsbüro Westdeutschland und die Kameradschaft Gütersloh, hatten für den 25.03.2006 eine Demonstration in Gütersloh angemeldet. Das Bündnis Courage gegen Rechts rief dazu auf, den Auftaktort der Nazis zu blockieren; AntifaschistInnen aus der Region mobiliserten unter www.hinterland.tk nach Gütersloh.

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Die Nazis brachen ihren Aufmarsch nach über fünf Stunden ab und ließen sich von der Polizei zurück zum Bahnhof eskortieren. Dabei hatten sie nur ein viertel ihrer Route laufen können und dabei noch Änderungen derselbigen hinnehmen müssen - Antifas blockierten die Strecke.


Schon der Start der Demo - ein Desaster für die Faschisten: Als Nazis verkleidete AntifaschistInnen entrollen am Nazisammelpunkt plötzlich Transparente und schwenken Fahnen der Antifaschistischen Aktion. Die Nazis sichtlich verwirrt - der Zug aus Richtung Hamm, in dem einige Kameraden sitzen, darf nicht einfahren. Kurze Zeit später nähert sich eine Gruppe von Skinheads dem Durchsuchungszelt vor der Nazidemo: Wieder ertönen antifaschistische Sprechchöre, wieder outen sich vermeindliche Nazis als AntifaschistInnen.
Kurz nachdem die etwa 130 Nazis losziehen, stehen sie auch schon wieder: AntifaschistInnen blockieren die Route. Erst nach fast zwei Stunden und Routenänderung geht es für die Nazis weiter, nach einer zweiten Blockade und deren Räumung durch die Polizei beschließen die Nazis ihren Aufzug abzubrechen und nach Hause zu fahren.

weitere Berichte:
Indymedia: Am 25.03.06 in Gütersloh: “Fight Fascism”
Indymedia: Gütersloh: Nazis fahren frustriert nach Hause
Indymedia: Bilder Naziaufmarsch Gütersloh
adf-berlin: Gütersloh Antifa-Proteste gegen Nazidemo 25.03.2006

hinterland.tk: Aufruf “Kein ruhiges Hinterland!”
Antifa-AG: Sonderseite zum Naziaufmarsch