In den frühen Morgenstunden des 16.04.2009 wurde das Besetzte Haus auf dem ehemaligen Topf&Söhne Gelände in Erfurt geräumt. Aus diesem Anlass erfolgte am Tag danach in Bielefeld eine spontane Solidaritätsdemo, an der sich ca. 25-30 Menschen beteiligten.

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Am 21.03.2008 sollte im Bikerclub „Eagles“ an der Waagestrasse in Bielefeld-Brake ein Konzert mit den Nazibands „Kategorie C“ und „Knock Out“ stattfinden. Obwohl dies erst wenige Tage zuvor bekannt wurde konnte in der kurzen Zeit so weit mobilisiert werden, dass die Polizei dem Besitzer des „Eagles“ von der Durchführung des Konzertes abriet. Trotzdem wollten es sich ca. 50 Antifaschist_Innen aus der Region nicht nehmen lassen, mit einer kurzfristig angemeldeten Demonstration deutlich zu machen, dass Nazievents auch in Kleinstädten nicht unbeantwortet bleiben.

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Am 12.03.2009 wurde erneut der „Agnes-Miegel-Weg“ in Bielefeld-Sennestadt und zeitgleich die „Kaselowsky Straße“ in Bielefeld umbenannt.
Der Agnes Miegel Weg wurde in „Nelly-Sachs-Weg“ und die Kaselowsky Straße in „Lippmann Straße“ umbenannt.

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Unter dem Motto „SOS-Save Our School“ demonstrierten heute morgen rund 350 Kollegiat_Innen des Oberstufenkollegs (OS), Studierende und andere Sympathisant _Innen in Bielefeld für freie Bildung und selbstbestimmtes Lernen im Allgemeinen bzw. gegen die Einführung von Kopfnoten, Zentralabi und die Einschränkung der freien Fächerwahl am OS im besonderen.

Der erfreulich kurz gehaltene Aufruf, der gleichzeitig auch als Flugblatt während der Demonstration an Passant_Innen und Bürger_Innen verteilt wurde, beschreibt der interessierten Leserschaft, worauf es bei der bundesweit einzigartigen Reformschule Oberstufenkolleg ankommt – oder vielmehr bisher ankam. „Selbstorganisiertes Lernen“ als Lernen nach Interessen, eigeninitiativ und selbstverantwortlich. Hinter diesen Grundsätzen steht die so einfache wie richtige Einsicht, die Hartmut von Hentig schon vor Jahrzehnten mit dem Ausspruch „Alle Bildung ist politische Bildung“ stichhaltig auf den Punkt gebracht hatte, als er die Laborschule und das Oberstufenkolleg mit dem Ziel gründete, „Nie wieder ein zweites 1933“ entstehen lassen zu wollen.

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Schon seit Tagen geisterten Gerüchte durch die rechte Szene, dass am Wochenende ein Konzert mit einschlägigen Bands stattfinden solle. Angekündigt waren neben „Cherusker“ aus Osnabrück, „Extressiv“ aus Dortmund und die „Weissen Wölfe“ aus Arnsberg, bekannt geworden mit Textzeilen wie „Juda verrecke und Deutschland erwache “. Auf ihrer CD drohte die Band „Für unser Fest ist nichts zu teuer 10.000 Juden für ein Freudenfeuer. Unsere Antwort Zyklon B“. Über die üblichen in der Szene geheimgehaltenen Wege wurden die aus dem gesamten Bundesgebiet anreisenden Gäste konspirativ zur Fabrikhalle der Firma Textrans im Augustdorfer Industriegebiet geschleust. Hier fand das Konzert dann statt, bei dem etwa 130 TeilnehmerInnen zusammen feierten. Das gemeinsame Feiern zu hochgradig politisierten Texten, die Zusammenkunft von TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Regionen – all das hat für die rechte Szene eine wichtige Funktion, für den/die EinzelneN und für die gesamte Szene. Nach innen stärkt es den Zusammenhalt, die sogenannte „Kameradschaft“, und fördert die ideologische Festigung der zumeist jungen TeilnehmerInnen. Darüber hinaus dient es der Vernetzung und der Absprache weitergehender Aktionen. Allerdings war die Freude nicht ungetrübt, die Band Cherusker war nicht gekommen, und auch die Legende des Nazi-Rock, den von manchen erwartete Michael Regner, sollte gar nicht auftreten. Regner wurde für seine als Sänger der Band Landser eingespielten Lieder Ende 2003 zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Offenbar war er eine Werbeente, um mehr Teilnehmer anzulocken. Auch störte einige Teilnehmer der hohe Preis von glatten 15 Euro.

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Am heutigen Mittwoch, dem 10.12. fand eine unangemeldete und spontane Demonstration in Bielefeld statt, um gegen die Polizeigewalt in Griechenland zu protestieren und kritisch Stellung zu dessen Ursachen zu nehmen.

Mit dem Hintergund des, am Samstag in Athen von einem Polizisten getöteten, griechischen Jugendlichen Alexandros Grigoropoulos, kamen heute um 18:30 ca. 60-80 Menschen auf dem Weihnachtsmarkt in Bielefelds Innenstadt zusammen. Wo zunächst alles nach der üblichen weinachtlichen Plastik-Beschaulichkeit aussah, sammelte sich  eine Gruppe schwarz gekleideter Menschen. Es wurden Transparente entrollt und Schilder mit Aufschriften wie „Alexis ist kein Einzelfall, Repression tötet immer und überall!„ oder „No Justice no Peace„ getragen. Parolen wie „Hoch die internationale Solidarität“ wurden gerufen und wenige Momente später setzte sich die Demonstration in Bewegung und bewegte sich zügig in Richtung Jahnplatz. Flugblätter mit einer Stellungnahme und Begründung der Aktion wurden am Rande verteilt.

Die Stimmung unter den DemonstrantInnen schien gut und entschlossen zu sein. Die zahlreichen WeihnachtsmarktbesucherInnen reagierten überrascht. Nach der Überquerung des Jahnplatz zog die Demo weiter bis in die Altstadt und über den Alten Markt. Nach kaum 20 Minuten zerstreuten sich die Demonstranten ebenso schnell wie sie sich gesammelt hatten. Der Polizei ging dies offensichtlich zu schnell – nicht einE PolizistIn ließ sich blicken. Alles in allem war es eine zwar kurze, aber doch kraftvolle und entschlossene Demonstration.

Anbei dokumentieren wir den Text des Flugblatts:

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Löhne. Mit einer Scheinbesetzung von ehemaligen Sozialwohnungen in der Löhner Innenstadt machen FreiraumaktivistInnen auf den bevorstehenden Abriss der Häuserzeile Grevener Straße 31-55 in der Grevener Straße in Münster aufmerksam. Sie bekunden ihre Solidarität mit dem zur Obdachlosigkeit verurteilten Infoladen “Versetzt” und fordern mehr alternative, freie Lebensräume.

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Am 24.10.2009 findet im AJZ-Bielefeld ein Solikonzert mit anschließender Party für ein autonomes Zentrum im säsischen Salzwedel statt.

Es spielen Gladbeck City Bombing (glizerelectrotethstep) und ender error (electrooitrash ). Im Anschluss gibt es  Freiraumparty mit den DJ/ane emil, ull% und Carla Intercepter. Also alle kommen und Geld da lassen.

02.10. – Ausnahmezustand in Ahlen


verfasst am 05.10.2008

Der 2.Oktober war ein turbulenter Tag für Ahlen. Neonazis hatten für 19 Uhr eine Kundgebung gegen Polizeiwillkür angemeldet, die aber lediglich dazu diente das antifaschistische Konzert “Love Music, Hate Fascism” zu stören und zu boykottieren.
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Rund um den 30. August, den “Tag ohne Abschiebung” fanden zahlreiche, dezentrale Aktionen gegen denrassistischen Normalzustand statt. In Bielefeld wurde die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB) blockiert, Transparente in der Stadt angebracht und in der City gab es einen Info-Stand.

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